Donnerstag, 3. August 2017

Hallo Leben, hörst du mich? [Abgebrochen]

Autor: Jack Cheng
Erschienen am 06. März 2017
Im cbt Verlag
ISBN: 9783570164563
Übersetzt aus dem Amerikanischen von Bernadette Ott

Quelle: bücher.de


Zum Autoren:
Jack Cheng wurde in Shanghai geboren und wuchs in Michigan auf. Während seiner Zeit in New York arbeitete er als Werbetexter und war Mitbegründer einer interaktiven Design-Agentur. 2014 verbrachte er einen Winter in Südafrika, seitdem ist er unterwegs. Zurzeit lebt er in Detroit.

Zum Inhalt:
Der elfjährige Alex beschließt quer durchs Land zu einem Treffen von Raketen-Nerds zu reisen. Im Gepäck hat er seinen Hund Carl Sagan, einen "vergoldeten" iPod und eine selbstgebaute Rakete. Mithilfe von Sprachmemos versucht er den Aliens das Leben auf der Erde zu erklären. Den iPod will er nämlich an die Rakete binden und ins Weltall schießen...

Mein Kommentar:
Ja verdammt, ich habe die Inhaltsangabe umgeschrieben. So wie der Inhalt nämlich auf der Verlagsseite und so weiter präsentiert wird, kennt man schon von Anfang an das Ende der Geschichte. Warum ich trotzdem das Buch bestellt habe, wenn schon die Inhaltsangabe ein rotes Warnschild war? Wahrscheinlich, weil das erste Kapitel gut war. Das zweite auch noch. Das dritte auch. Und dann begann ich wütend zu werden.
Begonnen hat das mit der Tatsache, dass jeder Erwachsene in Alex's Welt komplett inkompetent zu sein scheint. Der Schaffner lässt ihn nicht zum Bahnsteig, weil Alex ihm erzählt, dass er ohne Eltern unterwegs ist. Sobald aber ein fremder Jugendlicher bei ihm ist, der sich als sein Bruder ausgibt, ist alles im grünen Bereich. Natürlich! Alex hat ja nicht vorher schon zugegeben, dass er alleine unterwegs ist.
Ein Mann, der nicht spricht und sein Kumpel nehmen ihn einfach mal mit dem Auto mit. Das kann der Autor doch nicht ernst meinen!
Ja, es ist nur eine Geschichte. Ja, ich sollte mich nicht so aufregen. Ja, in Geschichten darf auch mal was unlogisch sein. Wahrscheinlich wäre meine Meinung schon anders gewesen, wenn der Protagonist nur etwas älter wäre oder nicht so gut wie jeder andere Mensch, der in der Geschichte vorkommt, viel älter ist als er. Doch so war das einfach nur gruselig.
Auch konnte weder der Schreibstil noch die Handlung irgendwas rausreißen. Beider war nämlich gerade mal durchschnittlich.

Benotung:
Hier die Definition der Noten:
1: Überdurchschnittlich
2: Gut
3: Normal. Nicht übermäßig gut, aber auch nicht besonders schlecht.
4: Hat mir nicht gepasst.
5: Durchgefallen!
Schreibstil: 3-4
Handlung: 4
Protagonisten: 3-4
--------------------
Gesamtnote: 3,6 (periodisch)

Erster Satz:
Wer seid ihr?

Donnerstag, 15. Juni 2017

Wenn nachts der Ozean erzählt

Autorin: Zana Fraillon
Erschienen am 27.02.2017
Im CBT-Verlag
ISBN: 9783570164761
Übersetzt aus dem Englischen von Claudia Max

Quelle: Randomhouse Verlagsgruppe


Zur Autorin: 
Zara Fraillon lebt mit ihrer Familie in Melbourne. Sie arbeitet als Grundschullehrerin und hat in ihrer Heimat schon mehrere Bücher veröffentlicht. Laut eigener Angabe wünscht sie sich, dass dieses Buch nie hätte geschrieben werden müssen. Die Autorin möchte mit diesem Buch an die 33 Millionen Flüchtlingskinder weltweit erinnern.

Zum Inhalt:
Subhi hat sein gesamtes Leben im Flüchtlingslager verbracht. Er wurde hier geboren und ist im Familienzelt Nummer drei aufgewachsen. Er kennt jeden Aufseher, seine Welt reicht von einem Zaun zum nächsten.
Nachts bringt ihm das Nachtmeer Geschenke von seinem Vater, der noch nicht angekommen ist. Und eines Tages bringt es ihm Jimmie. Sie kommt von der anderen Seite des Zauns und wollte eigentlich nur wissen, ob die Flüchtlinge wirklich Fahrräder geschenkt bekommen...

Mein Kommentar:
Es fiel mir schwer in dieses Buch hineinzufinden. Die ersten hundert Seiten waren ziemlich zäh, ich lenkte mich zwischendurch immer wieder mit anderen Büchern ab. Erst danach wurde das Buch spannend. Ich gewöhnte mich an den Schreibstil und verschlang den Rest innerhalb von drei Stunden.

Die Protagonisten waren mir sympathisch, besonders aber Jimmie. Während Subhi mir oft zu wenig Emotionen zeigte und es mir schwer fiel, mich in ihn einzufühlen, klappte das bei Jimmie ausgezeichnet.

Während dem Lesen musste ich immer wieder an die reale Welt denken. Passieren denn nicht jeden Tag ähnliche Geschichten? Zum Beispiel in den Internierungslagern in Australien? In Flüchtlingslagern im Libanon? Oder an den EU-Grenzen? Ich hoffe, dass dieses Buch ein paar Menschen berührt und zum Nachdenken anregt. Ich könnte mir vorstellen, dass die Geschichte bald in Schulen als Klassenlektüre verwendet wird.

Benotung:
Hier die Definition der Noten:
1: Perfekt, ich kann mir nichts besseres wünschen!
2: Überdurchschnittlich
3: Normal. Nicht übermäßig gut, aber auch nicht besonders schlecht.
4: Hat mir nicht gepasst.
5: Durchgefallen!
 
Schreibstil: 2-3
Handlung: 2-3
Protagonisten: 1
--------------------
Gesamtnote: 2
 
Erster Satz: 
Das Messer arbeitete sich in den Knochen.

Freitag, 10. März 2017

Wenn du mich siehst

Autorin: Tara HudsonErschienen am 25. August 2011
Im Heyne HC Verlag
ISBN: 9783453267237
Übersetzt aus dem Amerikanischen von Ute  Brammertz

Quelle: weltbild.de


Zur Autorin:
Tara Hudson wurde in Oklahoma geboren. Schon in ihrer Kindheit erzählte sie ihren Freunden Geistergeschichten. Nach ihrem Jurastudium veröffentlichte sie 2011 ihr Debüt "Wenn du mich siehst".

Zum Inhalt:
Amelia war 18, als sie starb. Seitdem irrt sie als Geist umher. Sie ist gefangen, in der Stadt, in der sie ihr gesamtes Leben verbrachte. Hier ging sie zur Schule, hatte Freunde, hat gelacht und geweint. Das alles ist für immer vorbei. Doch dann trifft sie Joshua. Joshua fährt mit seinem Wagen in den Fluss, in dem sie starb. Und auch er stirbt...fast. Amelia rettet ihn und plötzlich kann er sie sehen. Und aus der anfänglichen Unsicherheit, beginnt sich eine Art Liebe zu entwickeln...

Mein Kommentar:
Ich habe lange an diesem Buch gelesen. Noch länger habe ich damit gewartet, die Rezension zu schreiben. Ich weiß, ich weiß: Für so lange Wartezeiten zwischen den Posts sollte man fast schon eine Selbstgeiselungspflicht einführen.

Aber nun zurück zum Buch. Das Buch war...in Ordnung. Ich denke, das ist die beste Beschreibung dafür. Das ist nichts schlechtes, nein. Aber besonders gut ist das auch nicht. Aber gehen wir der Reihe nach vor. Die Protagonistin? Ganz in Ordnung. Ich würde mich mit ihr wahrscheinlich nicht anfreunden, aber wäre sie an meiner Schule, wäre sie wohl eine von den Leuten, die ich vier Jahre lang einfach nicht richtig wahrnehmen würde. In einer Gruppe von Protagonisten wäre sie wohl die langweiligste.

Der Inhalt? Teilweise ganz spannend. Teilweise. Manchmal aber zog sich das Buch sehr. Manchmal musste ich das Buch für mehrere Tage weglegen und manchmal habe ich fünfzig Seiten am Stück gelesen. Auch an dieser Stelle also: Ganz in Ordnung, nichts besonderes.

Irgendwas, das mich besonders geärgert hat oder mir besonders gefallen hat? Nö, nichts. Einfach ein ganz normales Buch, an das ich mich in wenigen Monaten nur noch wage erinnern werde.


Benotung:
Hier die Definition der Noten:
1: Perfekt, ich kann mir nichts besseres wünschen!
2: Überdurchschnittlich
3: Normal. Nicht übermäßig gut, aber auch nicht besonders schlecht.
4: Hat mir nicht gepasst.
5: Durchgefallen!
 
Schreibstil: 3
Handlung: 3
Protagonisten: 3
--------------------
Gesamtnote: 3 (Gähn!)

Erster Satz:
Es war wie immer, aber anders als beim ersten Mal.

Samstag, 14. Januar 2017

Anleitung zur Schwerelosigkeit - Was wir im All fürs Leben lernen können [Abgebrochen]

Autor: Chris Hadfield
Erschienen am 12. Mai 2017
Im Heyne Verlag
ISBN: 9783453200685
Übersetzt aus dem kanadischen Englisch von Elisabeth Schmaler und Johanna Wais

 Quelle: randomhouse.de

Über den Autoren:
Chris Hadfield wurder 1959 in Ontario geboren und ist kanadischer Astronaut. Er wurde zum Kampf- und Testpiloten ausgebildet und 1992 ins Astronautenprogramm der CSA aufgenommen. 1995 flog er zum ersten Mal ins All, 2001 hatte er seinen ersten Außenbordeinsatz. Er war an über 25 Shuttle-Flügen beteiligt, von 2001-2003 arbeitete er als Direktor für den Raumfahrtbetrieb der NASA in Russland, ab 2003 war er Leiter der Robotertechnik und von 2006-2008 Leiter der ISS-Abläufe im NASA-Büro in Houston. Im Dezember 2012 brach er zu seinem längsten und letzten Weltraumflug auf und wurde durch seine Videos und Twitternachrichten aus dem Weltall zu einem Internetstar.

Zum Inhalt:
Chris Hadfield wollte seit er ein kleiner Junge war Astronaut werden. Er richtete sein ganzes Leben darauf aus. Heute gehört er zu den erfahrensten Astronauten überhaupt. In  diesem Buch erklärt er, wie man Astronaut wird, was man alles dafür können muss und wie sich ein Raketenstart anfühlt. Und erzählt er uns, was er auf seinem Lebensweg alles gelernt hat.

Mein Kommentar:
Ich habe dieses Buch beim Verlag angefordert, weil es mein Kindheitstraum war Astronautin zu werden. Heute weiß ich, dass ich nicht gerade die erste Person wäre, die die NASA ins All schicken würde, trotzdem fasziniert mich die Raumfahrt. Der Klappentext hat mich neugierig gemacht. Beschreibungen eines Raketenstarts? Hoffentlich sind die möglichst detailgetreu! Geschichten aus dem Leben eines Astronauten? Aber bitte mit ein paar Anekdoten aus dem All!
Leider musste ich schon nach dem ersten Kapitel feststellen, dass das Buch nicht ganz so verläuft, wie ich es mir gewünscht habe. Trotzdem habe ich weiter gelesen - bis knapp über die Hälfte. Und mit jeder Seite habe ich mich gelangweilt. Und deswegen habe ich den Rat meines Vaters befolgt und das Buch abgebrochen - Zitat "Das Leben ist zu kurz für schlechte Bücher!"

Nun, woran liegt das? Was brachte Mira B. dazu dieses Buch nach der Hälfte abzubrechen?
Hier waren mehrere Faktoren verantwortlich.
Problem Nummer Eins waren die fehlenden Unterteilungen. Die Kapitel waren ziemlich, ziemlich lang. Etwa 20 bis 30 Seiten um genau zu sein. Meiner Meinung nach ist das einfach zu lang. Gerade bei Büchern die inhaltlich und stilistisch eher schwach sind, ist das Erfolgsgefühl beim Fertiglesen von einem Kapitel unglaublich wichtig! Tja, hier fiel das schon mal weg.

Der nächste Punkt war der rote Faden. Es gibt immer wieder Bücher, die an manchen Stellen den roten Faden verlieren und mich damit ärgern. In diesem Buch war der rote Faden einfach nicht da. In der einen Sekunde beschrieb der Astronaut seine Kindheit, in der nächsten seine Zeit in Russland und dann sprang er wieder zurück zu seiner Ausbildung. Das war einfach nur nervig, da man immer umdenken musste.

Das, was mich am meisten gestört hat, kommt aber jetzt: Anstatt wirklich das Leben und die Ausbildung eines Astronauten zu behandeln, wurden die gleichen ausgelutschten Sprüche durchgenommen wie sonst auch immer. Nur mit etwas anderem Hintergrund. Keine neuen Informationen über das Leben auf einer Raumstation, dafür eine Erklärung warum man immer selbstkritisch bleiben soll - ernsthaft?

Benotung:
Hier die Definition der Noten:
1: Perfekt, ich kann mir nichts besseres wünschen!
2: Überdurchschnittlich
3: Normal. Nicht übermäßig gut, aber auch nicht besonders schlecht.
4: Hat mir nicht gepasst.
5: Durchgefallen!
Schreibstil: 3-4
Handlung: 3-4
Protagonisten:
--------------------
Gesamtnote: 3,5

Erster Satz: 
Von Zeit zu Zeit erscheinen vor den Fenstern eines Raumschiffs Wunder.